Picture by Gjon Mili for LIFE, with Willa Mae Ricker & Leon James. 23rd of August 1943

Kurse im Angebot

Wir sind eine selbst organisierte Gruppe. Das heißt, unser gesamter Kursangebot wird ohne professionelle Anleitung gegeben*und die Gruppe trägt und trainiert sich im Grunde selbst.

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Solo Sause

mit Maxie

Solo-Sause mit Maxie (Start am 25.4.) // bunter Mix aus Solo Jazz (Routines), Improvisation, Hip Hop und Freestyle – Hauptsache es macht Spaß! Der Kurs ist offen für alle Level, Solo Jazz Vorkenntnisse sind jedoch hilfreich. Einfach vorbeikommen und ausprobieren!
Los geht es mit dem Caribbean Shim Sham ->

WO? Oberschule am Leibnitzplatz, Zugang über den Innenhof, Friedrich- Ebert- Straße, Obere Halle.

WANN? Dienstags von 18:00 bis 19:00, im 14-tägigen Wechsel mit dem Move of the Week.

Was ist Solo Jazz?

Harri Heinilla, in seinem Artikel What is Authentic Jazz, sagt folgendes dazu:

Hier sind einige wichtige Merkmale des authentic Jazz:

Der wichtigste Teil des authentic Jazz ist die Individualität. Jede:r Jazztänzer:in ist anders. Man sollte niemanden genau kopieren.

Der Rhythmus ist im authentic Jazz sehr wichtig. Pepsi Bethel hat zum Beispiel gesagt: Ohne Rhythmus geht es nicht. Der Rhythmus ist wichtiger als die Bewegungen, die man macht. Es gibt keine bestimmte Art und Weise, die Bewegungen im Authentic Jazz Dance auszuführen, aber der Rhythmus muss stimmig sein.

Alles sollte im Jazztanz von der Musik begleitet werden. Wenn man Musik hört und Jazz Dance tanzt, hat man einen Dialog mit der Musik. Man kommuniziert mit der Musik und ist als Instrument Teil des Orchesters, wie zum Beispiel Mura Dehn* in ihrem Dokumentarfilm The Spirit Moves erklärt hat.

Das ist authentischer Jazztanz.

*Mura Dehn ist eine komplexe, umstrittene Figur.

In Mabel Lee’s Performance von Chicken Shack Shuffle, kann man wunderbar ein paar “Klassiker” des Solo Jazz’ erkennen, unter anderem: Fish Tails, Fall of the Log, Kick Ball Change, Tabby the Cat, etc…

 

In diesem Video tanzt Helena Kanini Kiiru heute viele von den selben oben genannten Schritten, auf ihrer eigenen Art. 

Lindy Hop

-Each One Teach One

In diesem Kurs zeigen wir uns gegenseitig neue Schritte /Rythmen /Figuren, die wir im Laufe der Zeit gelernt haben und gerne der Community weiter geben wollen. Jede Person die sich zu diesem Kurs anmeldet, erklärt sich bereit eine Kursstunde zu übernehmen um etwas zu zeigen.

WO? Studio Anne Hoff, Grundstraße 4

WANN? Donnerstags von 20:00 bis 21:00

LEVEL? Intermediate-Advanced/ Advanced

-Christin & Peter

Wir legen den Fokus auf die Connection im Paar und darauf offen zu bleiben für unerwartete Wendungen. Lasst euch überraschen! Wir freuen uns auf euch!

WO? Turnhalle am Leibnitzplatz

WANN? Jeden zweiten Dienstag von 18:00 bis 19:00 (in Abwechselung mit Solo Jazz)

LEVEL? Intermediate-Advanced/ Advanced

Was ist Lindy Hop?

Die Online Plattform iLindy hat auf ihr Instagram eine kurze aber dennoch ausführliche Beschreibung von Lindy Hop gegeben: 

Lindy Hop ist ein schwarzer amerikanischer Tanz, der in den späten 1920er Jahren in Harlem, New York City, entstanden ist. Er wurde hauptsächlich in großen Ballsälen wie dem Savoy Ballroom in New York getanzt und entwickelte sich zusammen mit der populären Musik der Zeit, die von Afro-Amerikanischen Big Bands gespielt wurde.


Der Tanz entwickelte sich aus einer Kombination früherer Tänze wie dem Charleston, dem Breakaway, dem Texas Tommy und dem Cake Walk. Alle diese Tänze wurden zu früher Jazz-Musik getanzt.


Jeder dieser Tänze hat tiefe Wurzeln im westafrikanischen Tanz, in der westafrikanischen Musik und in der westafrikanischen Kultur* und teilt daher die gemeinsamen Werte des schwarzen amerikanischen Gesellschaftstanzes, wie Individualität, Spontaneität, Rhythmus und Improvisation.

*Es gibt auch Einflüsse von Europäische Tänze im Lindy Hop und im Jazztanz allgemein (wie Böhmische Polka oder Irischer Stepptanz). Dennoch ist der Westafrikanische Einfluss WEIT überragender.

So kann Lindy Hop heute aussehen! Mit LaTasha Barnes und Peter Strom.

In diesem Video kann man einige Tänzer:innen der Ersten Generation von Lindy Hoppers sehen. Hier sind es Mattie Purnell und Shorty George Snowden. Mehr Infos sind in der Beschreibung des Videos zu lesen.

 

Die Zweite Generation, vor allem durch Whitey’s Lindy Hoppers und deren unglaublichen Air Steps repräsentiert*. Hier kann man Norma Miller, Leon James, Troy Brown, Dorothy Miller, Johnny Smalls, Snooky Beasley, Willa Mae Ricker, Ella Gibson, und George Greenidge sehen.

*Die Air Steps wurden von Frankie Manning erfunden, der jedoch nicht auf diesem Video zu sehen ist. 

 

Die Dritte Generation wird oft durch das falsche Narrativ des “Revivals” im Schatten gestellt.

Zu den wichtigsten Tänzer:innen zählen “Big Nick” Nicholson, Teddy Brown, George und “Sugar” Sullivan, Barbara Billups und “Mama Lou” Parks.

Blues

mit Eléna

Das Motto dieses Kurses lautet: mehr Gefühl, weniger Moves!

Wir lernen uns hier ganz entspannt mit der Musik zu verbinden und explorieren die Bewegungen die von den Blues Rhythmen vorgeschlagen werden.

Die Geschichte des Blues, ist der Leitfaden dieses Kurses. Wir fangen mit Jookin’ an, lernen dann Slow Drag, Struttin’, Texas Shuffle, und, und, und…

WO? Studio Anne Hoff, Grundstraße 4

WANN? Donnerstags von 19:15 bis 20:00

LEVEL? Beginner

Was ist Blues?

Der Forscher Grey Armstrong beschreibt Blues und sein Tanz so:

“Blues als Tanz ist eine Sammlung von Volkstänzen, die viele Tänze kombiniert und erforscht. Diese Bewegungen sind historisch: Sie wurden von Generation zu Generation weitergegeben.

Der Blues-Tanz ist eng mit der Entwicklung der Blues-Musik verknüpft. Es gibt Überschneidungen bei den verschiedenen Stilen und Genres, und er stammt aus einer ähnlichen Kultur.”

Damit sollte klar werden: Blues ist sehr vielfältig und komplex und fordert von Tänzer:innen vor allem Authentizität und kulturelles Verständnis.

Wie die meisten Tänze die bei Swing Man Tau e.V. angeboten werden, sind auch die Wurzeln (und die vielen Ästen) vom Blues in Afro-Amerikanische Kultur zu finden.

Dieses Video ist 17min lang. Wenn ihr nur 3 min zu verfügung habt, wird ihr dennoch die Athmosphere von einem Mississippi Honky Tonk voll mitkriegen. Mit dem berühmten RL Burnside als Musiker.

Damon Stone und Laura Chiekos Performance beim Blues Shout in 2016. Hier kann man Texas Shuffle Moves (Damon’s Footwork) erkennen.

Ioanna und Alex beim Round Midnight (ein Festival in Athen). Hier sieht man viel Struttin’ (das ineinander lehnen) und man kann wunderbar ihr Call and Response Spiel verfolgen.

Balboa

mit Sissi & Lars

WO? Feldstraße 103 (Chinelo Theater)

WANN? Jeden Dienstag

LEVEL?

Beginner *      (19.45 – 20.30 Uhr)

Intermediate-Advanced/ Advanced        (20.30 – 21.45 Uhr)

*ab dem 15.08.2023

Im Beginner-Kurs kümmern wir uns um die Basics und arbeiten gleichzeitig an „beiden“ Rollen (Follower/Leader).

Die Beginner werden gleich im Anschluss in die „Fortgeschrittenen-Gruppe“ integriert und können dort schon nach wenigen Grundübungen mittanzen.

Dort tanzen wir „gemeinsam“ Balboa, üben neue Moves, aber arbeiten vor allem an Musikalität und sauberen Basics!

Alle Teilnehmer tanzen „beide Rollen“, so dass „Stealmoves“ an der Tagesordnung sind.

Neue Elemente werden überwiegend von Sissi und Lars gezeigt und geschult, kommen aber auch immer wieder aus der Gruppe – an der Ausführung wird gemeinsam gearbeitet und dabei werden oft auch neue Varianten entdeckt.

Ab Herbst wird an einer eigenen Choreographie gearbeitet, welche die gelernten Moves und Musikalität vereinen soll.

Pure Balboa/Strict Balboa. Elegant, kompakt, Brust an Brust. Dadurch sind die Beine frei und geben Raum für komplexere Footwork Variationen. Dennoch heben die Füße kaum von Boden ab – an will ja in dem überfüllten Saal nicht die daneben tanzenden Paare in den Schienbeinen treten. Anscheinend gab es schon in den 20′ ähnliche Tänze (wie der Charleston) vondenen sich Pure Balboa entwickelt hat.

 

SoCal-Swing/L.A Swing. So tanzte man in Kalifornien bevor Whitey’s Lindy Hoppers zur West Coast kamen und das tanzen dort nachhaltig änderte. Viel Footwork und drehende Dynamik sind hier wieder zu erkennen. Zwischen durch wird auch Shag getanzt! In dem Video kann man Hal & Betty Takier sehen (sie trägt ein weißes Kleid mit dunklem Gurtel, er eine schwarze Hose und hellem Shirt), absolute Stars der Balboa Szene. 

 

Bal-Swing ist aus der Mischung zwischen beide oben genannte Tänze entstanden, vor allem durch Figuren wie Willie Desatoff, Maxie Dorf, Anne Mills, und Natalie Esparza. Entscheidend dafür, ist die “Out-and-In” Bewegung, die man in diesem Video wunderbar erkennen kann. Um 02:14 spricht es Maxie Dorf direkt an. Da tanzt er mit einer weiteren legende des Balboas, Sylvia Sykes.

Was ist Balboa?

Hier ist ein Artikel von Bobby White von Swungover, der sehr ausführlich die Geschichte des Balboas beschreibt (auf Englisch).

Als sehr kurze Zusammenfassung des Artikels, könnte man Balboa so beschreiben: es ist ein Paartanz, das in den späten 30′ in Kalifornien entstanden ist (Balboa ist ein Ort in Kalifornien), in überfüllten Tanzsälen. Es wird meistens “klein” getanzt, auf eher schnellere Jazz Musik und hat eine sich drehende Dynamik. 

Man kann zwischen drei Arten von Balboa unterscheiden:

  • Pure Balboa/ Strict Balboa
  • SoCal (für Southern California) Swing
  • Bal-Swing

Da es sich um so genannte “Street Dances” handelt, ist es klar, dass sie sich ganz unabhängig von festen Regeln und Strukturen entwickelt haben und, dass sie einerseits Regional unterschiedlich getanzt waren und sich andererseits durch äußere Einflüsse geändert und adaptiert haben. Sicher ist nur, es ist in Süd Kalifornien entstanden, wurde zu Jazz getanzt, hauptsächlich von Schüler*innen und Student*innen, und ALLE haben es in Kalifornien getanzt. Egal ob reich oder arm, schwarz oder weiß, alle haben auch miteinander getanzt (im Gegensatz zu dem was die Filme aus den 40′ zeigen).

Die ganzen unterschiede von Balboa Tänze ist mühsam zu beschreiben. Guckt euch am liebsten die Videos an 😉 

So sieht Balboa heute aus. (Tänzer*innen sind Blake und Irina)

"Collegiate" Shag

mit Mareike & Freddy

“What is this dance all the kids are doing today called Collegiate Shag?” (Peter Loggins) And why are so few doing it in beautiful Bremen? Das sollte sich ändern, finden wir.

 

WO? Studio Anne Hoff, Grundstraße 4

WANN? Donnerstags von 21:00 bis 20:00

LEVEL? Intermediate

*Ab September werden Wochenende Workshops für Anfänger*innen angeboten, damit man am Fortlaufenden Unterricht quereinsteigen kann 😉

Was ist "Collegiate" Shag?

Collegiate Shag ist einer der Swingtänze aus den 20er/30er Jahren in den USA. Er ist leichtfüßig, flott und kann bei wenig Platz und zu schneller Musik “entspannt” getanzt werden.

Wenn ihr neugierig geworden seid und noch mehr zu dem Tanz wissen wollt, findet ihr hier noch mehr Infos (http://collegiateshag.com/) oder inspirierende Videos (siehe rechts). Aber viel wichtiger: Kommt vorbei und lernt diesen tollen Tanz!

Workshops

Momentan werden keine Workshops angeboten.

Socials & Partys

In unserem Kalender findet ihr alle wichtigen Infos zu Partys und Socials in Bremen und Umgebung.

 

Bibliothek

Wir haben in unserer Lindy Hop Community einen Buchhändler, Michael, der speziell für uns in seiner Buchhandlung ein Regal rund ums Thema Black American Dances hat. Hier findest du alles über Blues, Lindy Hop, Musik und Tanz sowie Kultur. Ein Käffchen gibt’s auch noch dazu. 🙂

 

Aktuelle Liste:

Stomping the Blues, Albert Murray

The Secret Language of the Blues. What the Lyrics really mean, Robert Cremer

–  Jookin’: The rise of social dance formations in African-American culture, Katrina Hazzard-Gordon

Go Tell it on the Mountain, James Baldwin

The Bluest Eye, Toni Morrison

Modern Moves: Dancing Race During the Ragtime and Jazz Eras, Danielle Robinson